Kolumbianer sagen Nein zum Friedensabkommen mit Farc-Guerilla

Die Kolumbianer haben den Friedensvertrag zwischen der Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc völlig überraschend abgelehnt. 50,23 Prozent votierten gegen das Abkommen, wie die Wahlbehörde nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. 49,76 Prozent stimmten für den Vertrag. Alle Umfragen waren von einer Bestätigung des Abkommens ausgegangen. Wie es mit dem kolumbianischen Friedensprozess nun weitergeht, ist völlig unklar. Die Regierung und die Farc-Rebellen hatten den Vertrag nach knapp vierjährigen Verhandlungen unterzeichnet, der den ältesten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas mit mehr als 220 000 Toten beilegen sollte.