Kombinierer Frenzel vor WM: «Es schaut sehr gut aus»

Fragen an Olympiasieger Eric Frenzel vor dem Abflug zur nordischen Ski-WM in Falun.

Kombinierer Frenzel vor WM: «Es schaut sehr gut aus»
Patrick Seeger Kombinierer Frenzel vor WM: «Es schaut sehr gut aus»

Wie geht es Ihnen kurz vor der WM?

Laune und Stimmung sind sehr, sehr gut. Wir haben im Training noch einmal Schwerpunkte gesetzt und fahren mit vollen Akkus zur WM. Die Form ist recht okay. Es schaut sehr gut aus, es passt alles. Beim Springen gibt es hier und da noch ein paar Baustellen, an denen wir arbeiten müssen. Aber ich bin auf einem guten Weg und freue mich auf die WM.

Beunruhigt es Sie nicht ein wenig, wenn so kurz vor dem Saisonhöhepunkt noch ein paar Prozente fehlen?

Es ist sogar von Vorteil, wenn man weiß, da gibt es noch ein paar Dinge, an denen ich jetzt arbeiten kann. Es ist gut, noch Aufgaben zu haben, um gedanklich auf einem hohen Level zu bleiben bis zur WM.

Sie haben 2007 ihr WM-Debüt gegeben und seither sieben Medaillen gewonnen. Kribbelt es da überhaupt noch?

Na ja, mit der ersten WM ist es nicht zu vergleichen. Ich weiß mittlerweile, was auf mich zu kommt und wie alles abläuft. Aber bei der WM muss es am Tag X passen. Dementsprechend ist dann auch ein gewisses Kribbeln dabei.

Ist nach all den Erfolgen Gold Pflicht?

Ich bin noch nie mit dem Anspruch zu einem Großereignis gefahren, dass ich dort gewinne. Für mich war immer wichtig zu sagen, ich möchte dort meine beste Leistung zeigen. Und wenn ich die zeigen kann, dann weiß ich, das ich das Potenzial habe, ganz vorn mit dabei zu sein. Deshalb gilt es jetzt für Falun, locker und leicht an die Sache heranzugehen, um die beste Leistung abzurufen. Dann schauen wir mal, wofür das reicht.

Im Sommer haben Sie die Intensität der Vorbereitung etwas zurückgeschraubt. Sind Sie selbst überrascht davon, dass es in dieser Saison bisher trotzdem so gut gelaufen ist?

Damit habe ich nicht gerechnet. Deshalb war es sehr angenehm, bei den letzten Weltcups zu merken, dass die Form nach oben geht. Dass ich wieder auf dem Niveau bin, zu gewinnen, kam schon überraschend, weil der Aufbau nicht so gewählt war.

Nach sieben Saisonsiegen sind Sie jetzt der Gejagte.

Das spielt für mich keine Rolle. Ich sehe nur den positiven Aspekt. Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe, aus verschiedenen Positionen heraus zu gewinnen. Das hat mir vor der WM sehr viel Selbstvertrauen gegeben.