Kommission: Soldaten im Einsatz haben keine Probleme mit G36

Die Bundeswehrsoldaten in den Auslandseinsätzen haben keine Präzisionsprobleme beim umstrittenen Sturmgewehr G36 festgestellt.

«Von Präzisionsmängeln im Gefecht haben die Soldaten nichts wahrgenommen», stellte eine vom Verteidigungsministerium eingesetzte Prüfkommission bei der Befragung von 200 Soldaten fest.

Das Standardgewehr der Bundeswehr sei durchgängig als bedienungsfreundlich, leicht und kaum störanfällig gelobt worden. «Die Verlässlichkeit wurde besonders hervorgehoben», hieß es aus der Kommission, die ihren Bericht vorstellte. «Für die Qualifizierung als Pannengerät gab es ein großes Unverständnis.»

Eine umfassende Laboruntersuchung hatte im Frühjahr ein völlig anderes Bild ergeben. Bei Erhitzung wurden massive Präzisionsprobleme festgestellt. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte daraufhin im August die Ausmusterung von 167 000 Gewehren ab 2019 angeordnet.