Kopfüber in Ungarn: Perez übersteht schweren Unfall

Force-India-Pilot Sergio Perez hat einen spektakulären Unfall im ersten freien Training zum Großen Preis von Ungarn glimpflich überstanden.

«Gott sei Dank ist alles okay», sagte Nico Hülkenbergs Teamkollege nach seiner Rückkehr ins Fahrerlager. «Die Strecke ist momentan so schmutzig. Ich habe das Heck des Autos verloren und krachte in die Mauer.»

Aus Sicherheitsgründen sagte das Team die Teilnahme am zweiten Training am Freitag komplett ab. Force India begründete den Startverzicht damit, dass es erst sorgfältig das Aufhängungsproblem analysieren wolle, das den Crash verursacht habe. Hülkenberg, der am Vormittag keine Probleme hatte, kam deshalb im zweiten Durchgang auf dem Hungaroring aus Sicherheitsgründen ebenfalls nicht zum Einsatz.

Perez war im ersten Training mit hoher Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen. Er krachte in die Leitplanken, prallte zurück und überschlug sich dann. Der 25-Jährige saß zunächst kopfüber im Cockpit unter dem demolierten Rennwagen, ehe er aus eigener Kraft die Unfallstelle verlassen konnte. «Der Wagen kollidierte in einem sehr ungünstigen Winkel, deshalb überschlug er sich», beschrieb Perez die Schrecksekunde.

Wenig später konnte Perez in Begleitung eines Teammitglieds selbst zurück ins Fahrerlager gehen. Er musste auch zur obligatorischen Untersuchung ins Streckenhospital. Das Training wurde nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt. Perez belegte Platz acht. Seine Hoffnung, «wenigstens ein bisschen vom zweiten Training absolvieren» zu können, erfüllte sich dann nicht.