Krach in Pegida-Führung wegen Bachmanns «Hitler-Foto»

Fotos von Pegida-Chef Lutz Bachmann mit «Hitler-Bärtchen» sorgen für Unmut in der Führung der islamkritischen Bewegung. Der Vorfall müsse Konsequenzen haben, sagte Rene Jahn am Mittwoch der Onlineausgabe der «Bild»-Zeitung. «Mit so etwas will ich nichts zu tun haben.»

Jahn ist Mitglied im Vorstand des Pegida-Vereins, dem Bachmann vorsitzt. «Es geht hier um die gesamte Bewegung und nicht nur um eine Person», sagte er.

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass man mit Bachmann auch über angeblich von dem 41-Jährigen stammende Facebook-Postings sprechen wolle, die ausländerfeindliche Beleidigungen enthalten. Oertel kündigte eine Erklärung noch im Laufe des Tages an.

Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft den Anfangsverdacht einer Straftat gegen Bachmann. Das sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, der Deutschen Presse-Agentur.

Den selbsternannten «Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) war immer wieder vorgeworfen worden, Ängste und Ressentiments gegen Ausländer zu schüren. Pegida hat dies stets bestritten.

Während die Authentizität der Postings noch unklar ist, bestätigte Bachmann in der «Bild»-Zeitung die Echtheit des «Hitler-Fotos» und sprach von einem Scherz. Derzeit steht Bachmann unter Polizeischutz. Nach Morddrohungen von Islamisten gegen den Pegida-Cheforganisator hatte die Polizei in Dresden am vergangenen Montag sämtliche Kundgebungen verboten. Die Bewegung will nun an diesem Mittwoch in Leipzig mehrere zehntausend Anhänger mobilisieren.