Kramer soll Fortuna flott machen: «Herausforderung»

Frank Kramer hielt sich noch bedeckt. «Ziele kann man erst definieren, wenn man die Fakten und den Kader kennt», sagte der künftige Chefcoach des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf bei seiner offiziellen Vorstellung.

Kramer soll Fortuna flott machen: «Herausforderung»
Marius Becker Kramer soll Fortuna flott machen: «Herausforderung»

Der 42-Jährige erhält bei den Rheinländern erwartungsgemäß einen Zweijahresvertrag, der am 1. Juli beginnt. Bis Saisonende bleibt Taskin Aksoy als Interimslösung verantwortlich für die Fortuna-Profis.

«Ich freue mich auf diese Herausforderung, auf diesen spannenden Traditionsverein in einer klasse Stadt mit tollen Fans», sagte Kramer. Der im bayerischen Memmingen geborene Coach gilt als akribischer Arbeiter und Perfektionist. Die Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolvierte er 2012 als Lehrgangsbester.

«Wir wollten jemanden, der strukturiert arbeiten kann und Erfahrung im deutschen Profifußball hat», sagte Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte, der dem Neuen einen «glänzenden Ruf» attestierte.

Die Wahl des Zweitligisten aus dem Rheinland fiel nicht ohne Grund auf Kramer, der am 23. Februar nach knapp zwei Jahren beim Liga-Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth beurlaubt worden war - am selben Tag wie Oliver Reck in Düsseldorf. Kramer will seinen Job trotz des erst am 1. Juli einsetzenden Kontrakts vorzeitig antreten - möglicherweise schon in der Zeit zwischen dem 18. und 20. Juni.

Als Trainer will er dann dafür sorgen, «erfolgreichen Fußball anzubieten, was sich auch tabellarisch ausdrücken soll». Mittelfristiges Ziel von ihm, Schulte und Fortuna-Chef Dirk Kall ist die Rückkehr in die Erstklassigkeit.

In Fürth leistete Kramer anerkannt gute Arbeit, auch wenn er den Abstieg des Clubs in die 2. Liga 2013 nicht verhindern konnte. In der Saison 2013/14 führte er die Franken in Liga zwei auf Rang drei, scheiterte mit ihnen am Hamburger SV in der Relegation jedoch knapp.