Kramp-Karrenbauer motiviert ihren Mann zum Kochen

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer schätzt die Kochkünste ihres Mannes. «Ich bin nach wie vor noch etwas geübter. Aber seine Bratkartoffeln und Pommes frites sind wesentlich besser als meine», sagte die Politikerin der «Welt am Sonntag».

Kramp-Karrenbauer motiviert ihren Mann zum Kochen
Michael Kappeler Kramp-Karrenbauer motiviert ihren Mann zum Kochen

Wenn sie frei habe, koche sie selbst. Ansonsten kümmere sich ihr Mann darum. Um mit den Kochgewohnheiten zu brechen, habe sie ihm das Buch «Was koche ich & wie geht das?» geschenkt. «Darin wird jeder Arbeitsschritt erklärt. Dadurch trauen wir uns auch an aufwendigere Gerichte heran», sagte die saarländische CDU-Chefin der Zeitung.

Sie sei froh über die Unterstützung. «Der Weg, den ich zurückgelegt habe, wäre ohne meinen Mann nicht möglich gewesen, denn der Hauptteil der Hausarbeit bleibt ehrlicherweise an ihm hängen.» Im Wahlkampf um das Direktmandat 1999 sei ihr oft die Frage gestellt worden, ob sie nicht befürchte, dass ihr Kind darunter leide, wenn sie nicht zu Hause sei. «Ständig musste ich mich rechtfertigen. Die Fragesteller waren hauptsächlich Männer, von denen ich wusste, dass sie alle mehr Stunden in der Politik verbrachten als zu Hause», sagte Kramp-Karrenbauer. Manchmal habe sie darüber lachen müssen, manchmal habe sie das Verhalten aber auch wütend gemacht.

Kramp-Karrenbauer wurde 2011 zur Ministerpräsidentin gewählt. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.