Krankenkassen sagen Aufklärung von Manipulationsverdacht zu

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hat eine Aufklärung des Manipulationsverdachts bei Krankenkassen zugesagt.

In einem Schreiben vom August, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, wies das Bundesversicherungsamt den Verband darauf hin, dass es bei Dutzenden Kassen Auffälligkeiten bei Angaben zu Diagnosen gegeben habe.

Hintergrund ist, dass die Kassen für Patienten mit bestimmten Krankheiten mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen. Seit Längerem wird darüber debattiert, ob deshalb Versicherungen bei der Meldung von Krankheiten übertreiben. Die «Rheinische Post» berichtete zuerst über das Schreiben.

Der Sprecher des Kassenverbands, Florian Lanz, sagte: «Vorhandene Unstimmigkeiten werden nun im direkten Dialog zwischen den jeweils betroffenen Krankenkassen und dem Bundesversicherungsamt geklärt.» Es handele sich um Daten von 2009. Der Sprecher des Amts, Tobias Schmidt, sagte der dpa, es sei möglich, dass die Kassen die statistischen Auffälligkeiten ausreichend erklären könnten.