Krawalle wegen Asylzentrums in Niederlanden

Proteste gegen ein geplantes Asylsucherzentrum im niederländischen Geldermalsen sind in heftigen Krawallen ausgeartet. 14 Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Krawalle wegen Asylzentrums in Niederlanden
Jeroen Jumelet Krawalle wegen Asylzentrums in Niederlanden

In der Nacht war eine Anhörung des Gemeinderates abgebrochen worden, nachdem rund 80 gewalttätige Demonstranten das Rathaus belagert und mit Steinen, Feuerwerk und Flaschen angegriffen hatten.

Die mobilen Einsatzkräfte der Polizei waren eingeschritten und wurden nach Angaben der Polizei so bedrängt, dass sie Warnschüsse abgaben. Zwei Beamte und einige Demonstranten wurden leicht verletzt. Die Polizei schloss weitere Festnahmen nicht aus.

In der rund 11.000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Osten der Niederlande soll eine Unterkunft für rund 1500 Flüchtlinge eingerichtet werden. Rund eintausend Menschen hatten zunächst friedlich vor dem Rathaus gegen die Pläne protestiert.

Die niederländische Regierung reagierte entsetzt. Sitzungen der Gemeindeverwaltung müssten in einem demokratischen Rechtsstaat stattfinden können, betonte Innenminister Ronald Plasterk. «Dies ist eine abscheuliche Situation», sagte er im niederländischen Radio.