Kreise: Einigung im VW-Zulieferer-Streit steht

Der Machtkampf zwischen VW und zwei wichtigen Zulieferern scheint vorbei. Der Autobauer und die Unternehmen der Prevent-Gruppe einigten sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen heute in Wolfsburg auf eine Lösung des Streits. Details dazu wurden zunächst nicht bekannt.

Kreise: Einigung im VW-Zulieferer-Streit steht
Julian Stratenschulte Kreise: Einigung im VW-Zulieferer-Streit steht

Auch die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtete von einer Einigung. VW und die Unternehmen äußerten sich dazu auf Nachfrage nicht.

Zwischen Volkswagen und den beiden wichtigen Teilezulieferern tobt seit Tagen ein Streit um die Kündigung von Aufträgen. Die Hintergründe sind unklar. Wegen eines Lieferstopps stehen bei dem Autobauer viele Bänder still: Der Konzern wartet auf Getriebeteile und Sitzbezüge von den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Unternehmensgruppe Prevent gehören.

Wegen des Streits können laut VW insgesamt 27 700 Mitarbeiter in mehreren Werken nicht so arbeiten wie geplant. Allen voran steht im Stammwerk Wolfsburg die Produktion des wichtigsten VW-Modells Golf still. Der Autobauer sprach von «Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zu Kurzarbeit». Die Zulieferer-Branche befürchtet bereits Auswirkungen auch auf andere Lieferanten. Die Bundesregierung hatte am Montag eine Lösung angemahnt.

Bei der Firma ES Automobilguss in Schönheide im Erzgebirge war für diesen Dienstag zudem eine Betriebsversammlung geplant, wie die dpa erfuhr. Daraus erhofften sich die Arbeitnehmervertreter Antworten auf die vielen Fragen zur Zukunft des Zulieferers.

Volkswagen hatte neben der Verhandlungslösung auch immer betont, notfalls auf gerichtlichem Wege eine Herausgabe der Teile zu verlangen. Das Landgericht Braunschweig hatte einstweilige Verfügungen erlassen, welche die Lieferanten zur Wiederaufnahme der Belieferung verpflichten. VW könnte aber frühestens Ende dieser Woche seine Ansprüche per Gerichtsvollzieher durchsetzen und die Teile holen lassen.