Kritik an Vernichtung von EU-Lebensmitteln in Russland

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat die Vernichtung eingeschmuggelter europäischer Lebensmittel in Russland als «ethisch völlig inakzeptabel» kritisiert.

Kritik an Vernichtung von EU-Lebensmitteln in Russland
Martin Schutt Kritik an Vernichtung von EU-Lebensmitteln in Russland

«Immer noch hungern Menschen auf der Welt, da verbieten sich solche politischen Aktionen», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Russland hatte vergangene Woche begonnen, Hunderte Tonnen Lebensmittel zu verbrennen, die unter ein Embargo für Essen aus der EU und den USA fallen. Mit dem Embargo reagierte Moskau vor einem Jahr auf die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise.

Schmidt forderte Präsident Wladimir Putin auf, das Einfuhrverbot zu lockern. Dies könne als Signal zur Bereitschaft einer Verbesserung der allgemeinen politischen Lage gewertet werden. Zugleich bot der deutsche Agrarminister Hilfe an: «Ich bin in der Zuständigkeit meines Ressorts zu einem Ausbau der Zusammenarbeit bereit, auch zu einer Unterstützung bei der Entwicklung der russischen Landwirtschaft.»