Kritiker sehen Rückzug Kefers als «Eingeständnis des Scheiterns»

Die Kritiker des Bahnprojektes Stuttgart 21 werten den Rückzug von Volker Kefer aus der Spitze des Bahnkonzerns als «Eingeständnis des Scheiterns» des Milliardenvorhabens.

Kritiker sehen Rückzug Kefers als «Eingeständnis des Scheiterns»
Rainer Jensen Kritiker sehen Rückzug Kefers als «Eingeständnis des Scheiterns»

«Der für Stuttgart 21 verantwortliche oberste Bahnmanager zieht nun offenbar seine persönliche Notbremse vor dem sicheren Aufprall auf dem Prellbock eines baulich, finanziell und kommunikativ völlig unkontrolliert taumelnden Projekts», teilte das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 mit.

Die Aktivistengruppe Parkschützer sieht sich in der Forderung nach einem Umstieg vom geplanten Tiefbahnhof auf die Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs bestärkt.

Vorstand Kefer hatte dem Aufsichtsrat überraschend den Rückzug aus der Spitze der Deutschen Bahn bekannt gegeben. Der Stellvertreter von Vorstandschef Rüdiger Grube reagiert damit auf Kritik an seiner Amtsführung. Ihm wurde angelastet, den Aufsichtsrat zu spät über mögliche Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen bei Stuttgart 21 informiert zu haben. Die Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens wird nun voraussichtlich 2023 fertig werden, zwei Jahre später als zuletzt geplant. Außerdem sind die Finanzpuffer des 6,5 Milliarden Euro teuren Vorhabens fast restlos aufgebraucht.