K+S wegen sinkender Kali-Preise mit Ergebnisrückgang

Sinkende Kali-Preise drücken beim Düngemittel- und Salzproduzenten K+S auf das Ergebnis. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz zwar um 3,7 Prozent auf rund 2,15 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern allerdings lag mit 296,1 Millionen Euro knapp 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die jüngsten Turbulenzen im Zuge des Ausstiegs von Uralkali aus einer Vertriebsallianz Ende Juli spielten dabei keine Rolle.

Der Umsatz im Salzgeschäft zog vor allem wegen des strengen Winters in Europa im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um 21 Prozent an. «Das erste Halbjahr war für uns insgesamt erfolgreich», sagte Konzernchef Norbert Steiner am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen. Dies gelte sowohl für das Düngemittel- als auch für das Salzgeschäft.

Im zweiten Quartal profitierte K+S zwar von einer etwas höheren Nachfrage nach Düngemitteln. Die sinkenden Kali-Preise sorgten aber für einen deutlichen Umsatzrückgang auf 874,5 Millionen Euro (minus 12,2 Prozent) zum Vorjahresquartal. Unter dem Strich stand ein bereinigter Gewinn von 105,9 Millionen Euro - ein Rückgang in Höhe von knapp 30 Prozent. Die Zahlen kamen bei den Anlegern nicht gut an: Der Aktienkurs fiel am Morgen zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent auf unter 18,00 Euro.

Spekulationen über fallende Kali-Preise hatten kürzlich die Branche aufgeschreckt und einen Kursrutsch der K+S-Aktie ausgelöst. Der Börsenwert sank zwischenzeitlich um rund 40 Prozent. Die Kursschwäche könnte dazu führen, dass K+S in Kürze aus dem Dax fliegt.

In der vergangenen Woche hatte der Kasseler Dax-Konzern wegen der Unsicherheit am Markt seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Ursprünglich wollte K+S den operativen Gewinn leicht steigern. Es sei aber wahrscheinlich, dass die erwartete Ergebnisverbesserung im Geschäftsbereich Salz nicht ausreiche, um den Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auszugleichen.