KSC muss Kaiserslautern und Darmstadt vorbeiziehen lassen

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC ist von einem direkten Aufstiegsplatz auf Rang vier zurückgefallen. Nach dem 1:1 (1:1) der Badener beim 1. FC Nürnberg zogen sowohl Darmstadt 98 als auch der 1. FC Kaiserslautern in der Tabelle vorbei.

KSC muss Kaiserslautern und Darmstadt vorbeiziehen lassen
Armin Weigel KSC muss Kaiserslautern und Darmstadt vorbeiziehen lassen

Beide Aufstiegskontrahenten hatten tags zuvor ihre Spiele gewonnen. Der KSC hielt immerhin seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf Nürnberg. Die Franken verpassten ihren dritten Sieg in Serie. Die Führung durch Guido Burgstaller (4. Minute) glich Karlsruhes Stürmer Rouwen Hennings (45.) aus und bescherte den Gästen damit einen Punkt.

Der SV Sandhausen konnte im Kampf gegen den Abstieg einen großen Schritt machen. Die  Badener besiegten daheim den direkten Rivalen VfR Aalen mit 2:0 (0:0) und schafften mit nun 28 Punkten den Anschluss ans Mittelfeld.

Darmstadt gewann am Freitag das Spitzenduell gegen Eintracht Braunschweig dank eines Tores in der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0). Die Pfälzer mussten sich gegen die SpVgg Greuther Fürth von Neu-Trainer Mike Büskens trotz langer Überlegenheit zu einem 2:1 (1:0) zittern.

Bis zum Montagsspiel der Ingolstädter gegen 1860 München beträgt der Rückstand der zweitplatzierten Darmstädter und des FCK auf dem Relegationsrang drei damit nur noch drei Punkte. Im dritten Freitagsspiel trennten sich der VfL Bochum und der FSV Frankfurt nach einer spektakulären Schlussphase mit 3:3 (1:0).

Auf dem Betzenberg hatten die «Roten Teufel» die Partie im Griff - und machten es dennoch spannend. Jean Zimmer (38.) gelang mit einem Weitschuss die Führung, Chris Löwe (48.) erhöhte per Foulelfmeter (48.). «Wichtig war, dass wir zuhause unsere Bilanz bestätigt haben», sagte Trainer Kosta Runjaic. Löwe sprach von einem «hochverdienten Sieger». Mit einem schludrigen Finish hätte sich der FCK fast noch um den Erfolg gebracht, Niko Gießelmann (85.) zirkelte einen Freistoß ins Tor. «Für uns wäre etwas drin gewesen», meinte Büskens. «Wir waren nicht zwingend genug im Angriffsdrittel, das war unser Manko.»

Der bislang so furiose Aufsteiger Darmstadt blieb gegen Absteiger Braunschweig auch im 14. Ligaspiel nacheinander ohne Niederlage und konnte dank des eingewechselten Jan Rosenthal (90.+3) gar den Dreier bejubeln. «Ich stand einfach richtig», meinte der Matchwinner, der erst im Winter zu den «Lilien» gekommen war. Am Ziel Klassenverbleib wollte der Neuling aber nicht rütteln. «Wir wollen so weitermachen, treffen noch auf viele Aufstiegsaspiranten. Die wollen wir ärgern.» Die Niedersachsen sind nun seit vier Spielen ohne Sieg. «Für uns ist das ein Scheiß-Start in das Jahr», meinte Jan Hochscheidt.

In Bochum erlebten die Zuschauer eine furiose Schlussphase: Marco Terrazzino (16.) und Thomas Eisfeld (61.) sorgten zunächst für die vermeintlich beruhigende Führung des überlegenen VfL. Dann wurde es hektisch: Zlatko Dedic (79.) und Edmond Kapllani (84.) verkürzten für die Gäste, Danny Latza (81.) gelang das dritte Bochumer Tor. In der Nachspielzeit setzte Kapllani den Schlusspunkt (90.+1), nachdem VfL-Profi Eisfeld (84.) die Rote Karte kassiert hatte. «Wir haben mit Glück einen Punkt mitgenommen», sagte Frankfurts Hanno Balitsch.