Mindestens 13 Tote bei Erdbeben auf Malaysia

Bei einem Erdbeben im malaysischen Teil der Insel Borneo sind nach Polizeiangaben mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Helfer bargen am Mount Kinabalu, dem höchsten Berg des Landes, elf weitere Leichen.

Die Opfer gehörten zu einer Gruppe von 17 Bergsteigern, die nach dem Beben am Freitagmorgen vermisst worden waren.

Am Freitag hatten Rettungskräfte in dem beliebten Klettergebiet bereits die Leichen einer Schülerin aus Singapur (12) und eines malaysischen Bergführers (30) gefunden. Sechs Menschen würden noch vermisst, sagte der Polizeichef der Stadt Ranau, Farhan Lee Abdullah.

Die Zeitung «Star» hatte zunächst unter Berufung auf Mitarbeiter der örtlichen Rettungsbehörde von 19 Toten berichtet. Dies konnte die Polizei bislang nicht bestätigen.

Zum Zeitpunkt des Bebens der Stärke 5,9 waren nach Polizeiangaben sehr viele Kletterer und Bergführer unterwegs gewesen. Helfer brachten 167 Menschen in Sicherheit.

Bei den Erdstößen im Bundesstaat Sabah handelte es sich nach Angaben eines örtlichen Abgeordneten um das seit Jahrzehnten stärkste Beben auf Borneo.

Der Kinabalu ist mit 4095 Metern der höchste Berg Malaysias. Er liegt in einem Naturpark im Norden Borneos. Der Berg ist populär, weil selbst untrainierte Wanderer den Gipfel über eine einfache Route erreichen können. Bergsteiger suchen sich schwierigere Zugänge.