Kubicki erwartet 2015 Wiedergeburt der FDP

Allen Nackenschlägen zum Trotz: FDP-Vize Kubicki gibt sich für 2015 optimistisch. Ein spektakulärer Jahresauftakt soll die Liberalen wieder in die Erfolgsspur bringen. Die Stunde der Wahrheit schlägt dann in Hamburg.

Kubicki erwartet 2015 Wiedergeburt der FDP
Jörg Carstensen Kubicki erwartet 2015 Wiedergeburt der FDP

Nach einem Jahr voller Rückschläge setzt FDP-Vize Wolfgang Kubicki auf einen erfolgreichen Neustart seiner Partei gleich in den ersten Tagen 2015. «Beim Dreikönigstreffen am Dienstag wird unser Vorsitzender Christian Lindner mit einem spektakulären Auftritt demonstrieren, dass wir immer noch da sind», sagte der Kieler Fraktionschef der Deutschen Presse-Agentur. «Und bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 15. Februar werden wir mindestens in die Größenordnung der 6,7 Prozent vom letzten Mal kommen.» Mit jedem Wahlerfolg werde die Bereitschaft wieder zunehmen, FDP zu wählen.

Für das Dreikönigstreffen in Stuttgart wird erwartet, dass Lindner dort ein neues, frischeres Parteiemblem mit Magenta als neuer Farbe neben Blau und Gelb präsentiert. Nach der Bundestagswahl 2013 war die FDP auch bei allen Landtagswahlen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Die letzten größeren Erfolge hatte sie 2012 mit ihrem jeweils klaren Wiedereinzug in die Parlamente von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit den Spitzenkandidaten Lindner und Kubicki sowie Anfang 2013 bei der niedersächsischen Landtagswahl.

«Das ist schon ein schwieriger Zustand, aus dem Bundestag heraus und nur in sechs Landesparlamenten vertreten zu sein», sagte Kubicki. Aber die Partei habe im Saldo an Mitgliedern relativ wenig verloren. Auch nehme die Spendenbereitschaft wieder zu. «Das sind nicht mehr so viele Großspenden wie früher, aber aus dem mittleren Bereich kommt beachtlich viel.»

Die Stimmung in der Partei sei vergleichsweise gut, sagte Kubicki. «Sie ruht in sich und erwartet schlicht und einfach, dass wir aufhören, uns mit uns selbst zu beschäftigen.» Die FDP müsse sich stärker mit der Konkurrenz auseinandersetzen und den Menschen erklären, was sie von ihr erwarten dürften. «Unsere programmatischen Aussagen müssen wir in wesentlichen Teilen nicht verändern, denn die Wahlniederlagen nach 2009 lagen nicht daran, dass unsere Ideen falsch waren, sondern daran, dass die Menschen nicht mehr das Gefühl hatten, dass wir in der Lage sind, sie auch durchzusetzen.»