Kugelstoß-Weltmeisterin Schwanitz verteidigt EM-Titel

Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam ihren Titel verteidigt und die erste Medaille für das deutsche Team gewonnen.

Kugelstoß-Weltmeisterin Schwanitz verteidigt EM-Titel
Michael Kappeler Kugelstoß-Weltmeisterin Schwanitz verteidigt EM-Titel

Die 30 Jahre alte Weltmeisterin aus Chemnitz siegte mit 20,17 Metern vor Anita Márton aus Ungarn (18,72) und der Türkin Emel Dereli, die mit 18,22 Metern Dritte wurde. Die Leipzigerin Sara Gambetta belegte im Finale mit persönlicher Bestleistung von 17,95 Metern Rang sieben. Unterdessen zogen Diskuswerfer Christoph Harting sowie die Hürdensprinterinnen Cindy Roleder und Pamela Dutkiewicz in ihre jeweiligen Finals ein.

Der 26 Jahre alte Berliner Harting schaffte in der Qualifikation die geforderte Weite aber erst im dritten Versuch: Der Diskus des WM-Achten landete bei 65,09 Metern. Die Quali-Norm lag bei 64,00 Metern. Wenn am Samstag (20.35 Uhr) im Olympiastadion die Medaillen vergeben werden, ist Titelverteidiger Robert Harting nicht dabei. Der Olympiasieger vom SCC Berlin verzichtet auf die EM, um sich optimal auf die Olympischen Spiele in Rio (5. bis 21. August) vorbereiten zu können.

Noch bangen musste der Magdeburger Martin Wierig, der nur 63,60 Meter schaffte. Er musste erst die zweite Gruppe abwarten, in der auch der Wattenscheider Daniel Jasinski den Sprung ins Finale noch schaffen konnte. Top-Favorit ist Weltmeister Piotr Małachowski. Weiter als der Pole (68,15 Meter) hat in dieser Saison noch keiner geworfen. Christoph Harting ist mit 68,06 Metern derzeit die Nummer 2 der Welt.

Hürdensprinterin Roleder erreichte problemlos das Finale über 100 Meter. Die EM-Dritte von 2014 und WM-Zweite des Vorjahres aus Leipzig belegte in ihrem Halbfinale in 12,76 Sekunden zeitgleich hinter der Weißrussin Alina Talaj den zweiten Platz. Auch die Wattenscheiderin Pamela Dutkiewicz steht im Endlauf. Sie belegte im dritten Halbfinale in 13,02 Sekunden ebenfalls den zweiten Rang. Pech hatte Nadine Hildebrand aus Sindelfingen, die das Finale im Fotofinish verpasste. Sie wurde in ihrem Lauf in 12,95 Sekunden zeitgleich hinter der Griechin Eliśavet Pesiridou nur Dritte.