Kuka-Investor Midea hat Dreiviertel-Mehrheit erreicht

Wenige Stunden vor dem Auslaufen eines Übernahmeangebots für Kuka-Aktien hat der chinesische Investor Midea eine Dreiviertel-Mehrheit bei dem Roboterhersteller erreicht. Wie Midea berichtet, halte der Hausgerätehersteller inzwischen 76,4 Prozent an dem Augsburger Unternehmen.

Kuka-Investor Midea hat Dreiviertel-Mehrheit erreicht
Karl-Josef Hildenbrand Kuka-Investor Midea hat Dreiviertel-Mehrheit erreicht

Noch bis Freitag um 24.00 Uhr können die bisherigen Kuka-Aktionäre zunächst ihre Papiere zum Stückpreis von 115 Euro an Midea verkaufen.

Doch auch nach dem Auslaufen der Übernahmefrist in der Nacht zum Samstag können die Aktionäre das Angebot noch annehmen. Da Midea das Mindestziel von 30 Prozent erreicht hat, gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist von zwei Wochen. Diese soll vom kommenden Donnerstag (21. Juli) bis 3. August dauern.

Kuka-Vorstandschef Till Reuter hatte am Donnerstag erneut betont, dass sein Unternehmen trotz der chinesischen Mehrheit weiter deutsch bleibe. Kuka hat mit Midea einen bis einschließlich 2023 gültigen Investorenvertrag geschlossen, um bis zu diesem Zeitpunkt die Unabhängigkeit der Konzernzentrale und alle 12 300 Arbeitsplätze zu sichern.