Kunsthistoriker soll gegen Achenbach aussagen

Im Betrugsprozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach sollen am Montag weitere Zeugen vor dem Landgericht Essen aussagen. Geladen ist unter anderem der renommierte Kunsthistoriker Thomas Kellein, der jahrelang die Bielefelder Kunsthalle geleitet hat.

Kunsthistoriker soll gegen Achenbach aussagen
Marcel Kusch Kunsthistoriker soll gegen Achenbach aussagen

Er soll nach Medienberichten mit einem Hinweis die Ermittlungen gegen Achenbach in Gang gebracht haben.

Kellein hatte nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Juli als Berater für die Kunstberatungsfirma Berenberg Art Advice gearbeitet, deren Geschäftsführer Achenbach und ein mitangeklagter Kunstexperte waren. Kellein sollen als erstem Unregelmäßigkeiten aufgefallen sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-jährigen Achenbach vor, den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht bei Kunst- und Oldtimerverkäufen um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Außerdem soll er zusammen mit seinem Ex-Geschäftspartner über die inzwischen aufgelöste Berenberg Art Advice den Pharma-Unternehmer Christian Boehringer sowie ein Ehepaar um insgesamt 1,8 Millionen Euro betrogen haben. Achenbach hatte Boehringer entschädigt. Das Kunstgeschäft mit dem Ehepaar wurde von der Kunstberatungsfirma laut Anklage rückabgewickelt.