Kurden aus Kobane feiern Sieg über IS-Terrormiliz

Kurdische Flüchtlinge aus der befreiten nordsyrischen Stadt Kobane haben den Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefeiert.

Dutzende Kurden hätten sich mit Fahnen an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien versammelt, wo sie die Verteidiger der Stadt hochleben ließen, berichtete ein Korrespondent des syrischen Radiosenders Arta FM am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die über Monate umkämpfte Stadt liegt direkt an der türkischen Grenze.

Die kurdischen Volksschutzeinheiten bekräftigen, die IS-Terrormiliz sei vollständig aus Kobane vertrieben worden. Die Kurden seien dabei, in einem Viertel im Osten der Stadt nach versteckten Sprengsätzen zu suchen, sagte der Verteidigungschef von Kobane, Ismet Hassan. Gefechte gebe es jetzt in einem Dorf östlich von Kobane. Das Umland der Stadt steht noch immer unter Kontrolle des IS.

Die Kurden und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatten bereits am Montag gemeldet, die Stadt an der Grenze zur Türkei sei wieder vollständig in Händen der Verteidiger. Das US-Militär erklärte hingegen, nach seiner Einschätzung hätten kurdische Kämpfer Kobane zu 90 Prozent unter Kontrolle gebracht. Die USA und ihre arabischen Verbündeten unterstützen die Kurden mit Luftschlägen.