Kurden demonstrieren in mehreren Städten gegen IS-Terror

In mehreren deutschen Städten haben am Samstag erneut Kurden gegen das brutale Vorgehen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak demonstriert.

In Bielefeld gingen rund 1700 Menschen unter dem Motto «Gegen das Massaker in Kobane - Gegen den Terror der IS» auf die Straße. In Frankfurt und Kassel waren es insgesamt 1500, in Lübeck 900 und in München etwa 270 Demonstranten, wie die Polizei in den jeweiligen Städten mitteilte. Die Proteste blieben nach ihren Angaben friedlich.

Auf Transparenten warnten Teilnehmer in Bielefeld vor einem Eingreifen der Nato in Kurdistan. Außerdem forderten sie, das Verbot der kurdischen Arbeiterpartei PKK aufzuheben. In Frankfurt warf eine Sprecherin dem Westen vor, dem Kampf um die syrische Stadt Kobane fast tatenlos zuzusehen. Einige Demonstranten trugen Fotos des inhaftierten Chefs der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan.

In Lübeck forderte ein Redner alle Muslime auf, sich öffentlich gegen die IS-Miliz zu stellen. «Diese Gruppe bringt den Islam in Misskredit», sagte er. Andere Sprecher riefen die internationale Staatengemeinschaft zum Handeln auf.