Kurden rücken bei Aleppo vor - mit russischer Hilfe?

Kurdische Truppen haben mit massiver Luftunterstützung nördlich der umkämpften syrischen Stadt Aleppo einen Luftwaffenstützpunkt von islamistischen Rebellen erobert.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte ging davon aus, dass die mindestens 30 Bombardements in dem Gebiet von russischen Maschinen ausgeführt wurden. «Es gibt eine inoffizielle russisch-kurdische Koordination in Syrien», sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel-Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.

Die syrischen Kurden werden im Bürgerkrieg sowohl von westlicher Seite als auch von Russland unterstützt. Russische Kampfjets ebnen syrischen Regierungstruppen mit massiven Luftangriffen den Weg an mehreren Fronten im Land. Seit Anfang Februar rücken die Kämpfer des Machthabers Baschar al-Assad nördlich von Aleppo gegen Rebellen vor.

Die massiven Kämpfe und Bombardements trieben Zehntausende Bewohner zur Flucht in Richtung Türkei. Trotz internationaler Appelle verweigert die Türkei ihnen an der Grenze aber bislang die Einreise.