Kurden: IS-Kämpfer beherrschen noch knapp 20 Prozent von Kobane

Kurdische Kämpfer haben mit Hilfe internationaler Luftangriffe die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der seit Wochen umkämpften nordsyrischen Grenzstadt Kobane weiter zurückgedrängt.

Der Vize-Sprecher für auswärtige Angelegenheiten in Kobane, Idris Nassan, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag, dass die Dschihadisten noch 15 bis 20 Prozent der Ortschaft unter Kontrolle hätten.

Vor einem Tag war noch von 30 Prozent, vor einer Woche von etwa 40 Prozent die Rede gewesen. Nassan fügte hinzu, dass die sunnitischen Extremisten täglich Verstärkung in die Stadt an der Grenze zur Türkei holten, um die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.

Der kurdische Aktivist Farhad Schami sagte der dpa, dass es in der Nacht neue IS-Angriffe auf kurdische Kämpfer im Osten und Süden Kobanes gegeben habe, die jedoch zurückgeschlagen worden seien. Seinen Angaben nach flog das Anti-IS-Bündnis zwischen Mitternacht und dem frühen Freitagmorgen sechs Angriffe auf Stützpunkte der Dschihadisten im Osten der Stadt.

Nach Angaben der kurdischen Kämpferin Afschin Kobane haben die Volksschutzeinheiten die Angriffe auf IS-Einheiten im Osten verstärkt. Die IS-Miliz hatte Anfang September ihren Vormarsch auf die Kurdenenklave Kobane (arabisch: Ain al-Arab) begonnen.