Kurioses Spitzenspiel in Darmstadt: Ingolstadt kommt

 Mit dem ungewöhnlichsten Spitzenspiel seit langem verabschiedet sich die 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende in die Winterpause. Die Partie des souveränen Tabellenführers FC Ingolstadt beim Aufsteiger SV Darmstadt 98 ist das Top-Duell vor Weihnachten.

Kurioses Spitzenspiel in Darmstadt: Ingolstadt kommt
Armin Weigel Kurioses Spitzenspiel in Darmstadt: Ingolstadt kommt

«Jetzt müssen wir uns noch mal reinknallen in Darmstadt», forderte FCI-Sportdirektor Thomas Linke. «Es ist wichtig, einen guten Abschluss zu kriegen, dann haben wir auch entspannte Weihnachten und einen entspannten Urlaub.»

Zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz könnten den Ingolstädtern die Feiertage versüßen - dann nämlich, wenn am Sonntag in Darmstadt der zwölfte Saisonsieg gelingt und auch die anderen Verfolger erneut patzen. Die Oberbayern sehnen die Pause herbei. «Wir spüren, dass der Tank leer ist», hatte Marvin Matip nach dem 2:1 gegen St. Pauli gesagt. Auch die «Lilien» hatten sich zum Rückrundenstart beim SV Sandhausen ein 2:1 erkämpft und wollen den Spitzenreiter nun ins Straucheln bringen. Dafür aber müssen die Stürmer souveräner auftreten als zuletzt. «Die Chancenverwertung war unter aller Sau», kritisierte Trainer Dirk Schuster nach dem Zittersieg in Sandhausen.

Der drittplatzierte Karlsruher SC klagte beim 0:2 jüngst in Berlin über ähnliche Schwächen und will sich gegen den FSV Frankfurt und die drittschlechteste Abwehr der Liga wieder von der gefährlicheren Seite zeigen. Den Rückschlag in der Hauptstadt haben die Badener abgehakt. «Wir haben uns einen Tag geärgert und bereiten uns ab sofort auf das Spiel gegen Frankfurt vor», sagte Sportdirektor Jens Todt. Am Freitag (18.30 Uhr) will der KSC wieder jubeln.

Die punktgleiche Eintracht aus Braunschweig ist in Heidenheim gefordert und will nach dem Last-Minute-Erfolg am Dienstag über Düsseldorf auf einem Aufstiegsrang überwintern. «Heidenheim wird sicher noch einmal alles in die Waagschale werfen. Es erwartet uns eine sehr, sehr intensive Partie», mahnte Coach Torsten Lieberknecht.

Von einem intensiven Spiel kann am Samstag (13.00 Uhr) auch in Nürnberg ausgegangen werden, wenn Erzrivale SpVgg Greuther Fürth zu Gast ist. Die Formkurven der Teams zeigen in entgegengesetzte Richtungen: Während der FCN nach schwachem Saisonstart unter Neu-Trainer René Weiler wieder überzeugt und als Tabellenachter nur vier Zähler hinter Rang drei liegt, sind die seit sechs Spielen sieg- und 366 Minuten torlosen Fürther auf Platz zwölf abgerutscht. Dennoch hofft die SpVgg auf einen versöhnlichen Abschluss 2014. «Das Derby ist das Highlight des Jahres», stellte Marco Caligiuri klar. «Es ist ein Spiel, auf das wir jetzt alle hinfiebern.»