Länderspiel-Absage wegen Terrorwarnung in Hannover

Die Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande geht nach Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf Hinweise auf eine Gefährdung zurück.

Länderspiel-Absage wegen Terrorwarnung in Hannover
Julian Stratenschulte Länderspiel-Absage wegen Terrorwarnung in Hannover

Der Minister sagte am Abend bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in Hannover, die Maßnahme sei auf seine Empfehlung hin erfolgt.

Die Hinweise auf eine Gefährdung hätten sich im Laufe des frühen Abends so verdichtet, dass sich die Sicherheitsbehörden des Bundes nach Abwägung der Vor- und Nachteile entschieden hätten, das Spiel abzusagen, sagte de Maizière.

Nach Angaben des niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab es in Hannover keine Festnahmen. Es sei auch kein Sprengstoff gefunden worden. Gerüchte, Sprengstoff sei in einem Krankenwagen deponiert worden, ließen «sich bislang nicht bestätigen».

De Maizière betonte, er wolle sich nicht näher zu den Umständen für die Absage des Länderspiels in Hannover äußern. Er bitte um Verständnis, dass er auf die Quelle für die Warnung und das Ausmaß der Gefährdung nicht weiter eingehen wolle. Auf Fragen zu den Hintergründen und Gründen der Absage wollte er nicht eingehen: «Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.»

«Wir alle hatten uns auf das Spiel gefreut», sagte de Maizière weiter. Es habe eine besondere Geste sein sollen. «Umso bitterer ist eine solche Entscheidung, und umso schwerer ist sie uns gefallen.» Der Innenminister fügte hinzu: «Aber in einer solch schwierigen Lage hat im Zweifel der Schutz der Menschen Vorrang. Diesem Zweifel sind wir deswegen heute gefolgt.»