Landkreis in Bayern erklärt Katastrophenfall

Schongau (dpa) - Unwetter mit starkem Regen und zum Teil kräftigen Gewittern haben vielen Menschen in Bayern erneut schwer zu schaffen gemacht. Schwerpunkt war diesmal vor allem Oberbayern.

Landkreis in Bayern erklärt Katastrophenfall
Karl-Josef Hildenbrand Landkreis in Bayern erklärt Katastrophenfall

Das Landratsamt Weilheim-Schongau erklärte für das vom Hochwasser betroffene Gebiet rund um die Gemeinde Polling sogar den Katastrophenfall.

Technisches Hilfswerk, Wasserwacht, Bergwacht und die Feuerwehren der Region waren im Großeinsatz. In der Gemeinde Polling gab es nach Behördenangaben großflächige Überschwemmungen, Straßen seien überflutet, Keller vollgelaufen. Teilweise stehe das Wasser kniehoch in den Straßen. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Bei den Bewohnern herrscht Fassungslosigkeit. «Das ist ein ganz anderes Hochwasser, als wir es bisher kannten», sagte Bürgermeisterin Felicitas Betz. «Ich bin seit 7.00 Uhr in der Früh hier auf den Beinen. Es hat die ganze Nacht durchgeregnet.» Und auch der Geschäftsleiter der Gemeinde, Walter Hildebrandt, stellte nach dem Unwetter fest: «So etwas habe ich seit 1979 nicht erlebt.»

Dagegen war es im niederbayerischen Krisengebiet um Simbach am Inn am Morgen relativ ruhig. Die Gewitter waren diesmal dort vorbeigezogen, die Aufräumarbeiten gingen weiter.