Lassa-Patient schwer krank

Dem Frankfurter Lassa-Patienten geht es nach Auskunft seiner Ärzte sehr schlecht. Die Spezialisten der Uniklinik Frankfurt zeigten sich aber optimistisch, dass er geheilt wird.

Lassa-Patient schwer krank
Alexander Heinl Lassa-Patient schwer krank

Der Mann aus Alzey in Rheinland-Pfalz ist Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts. Er hatte Kontakt mit der Leiche eines Ende Februar in der Kölner Uniklinik gestorbenen Lassa-Patienten.

Es sei weltweit der erste Fall einer Ansteckung außerhalb von Afrika, sagte René Gottschalk, der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts. Der genaue Übertragungsweg sei aber noch nicht aufgeklärt.

In der Nacht zum Mittwoch war der Mann auf die Sonder-Isolierstation der Uniklinik gebracht worden. «Der Patient zeigt alle Zeichen einer schweren Virusinfektion», sagte der behandelnde Oberarzt, Timo Wolf. Da der Mann, von dem die Mediziner weder das Alter noch andere Informationen bekanntgaben, in einem sehr frühen Stadium nach Frankfurt gekommen sei, bestünden gute Heilungsaussichten. Nach Angaben des Klinikums wird er mit dem Medikament Ribavirin behandelt.

Die Uniklinik verfügt über eine Spezial-Isolierstation, auf der bereits 2006 ein Lassa-Patient und 2014 ein an Ebola erkrankter Patient erfolgreich behandelt worden waren.