Last-Minute-Sieg in Bremen - Ingolstadt stellt Rekord auf

Der FC Ingolstadt hat dank eines späten Elfmeter-Treffers von Moritz Hartmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Rekord aufgestellt.

Last-Minute-Sieg in Bremen - Ingolstadt stellt Rekord auf
Carmen Jaspersen Last-Minute-Sieg in Bremen - Ingolstadt stellt Rekord auf

Die Bayern blieben mit dem 1:0 (0:0)-Sieg als erster Aufsteiger der ersten Fußball-Bundesliga in den ersten drei Auswärtsspielen ungeschlagen. Die Bremer verloren beim Heim-Comeback von Claudio Pizarro das Spiel und zudem Philipp Bargfrede mit Rot (90.+3).

Die Bremer taten sich gegen die früh störenden Ingolstädter lange Zeit sehr schwer und konnten bis kurz vor der Halbzeit für keine Torgefahr sorgen. Sie hatten durch das Fehlen des kranken Zlatko Junuzovic im Spielaufbau Probleme. Fin Bartels als Zehner in der auf Mittelfeld-Raute umgestellten Taktik setzte kaum Akzente. Das wurde erst besser als Claudio Pizarro in der zweiten Halbzeit ins Spiel kam und die Position übernahm. 

Ingolstadt machte sich das Leben in der Anfangsphase nur selbst schwer. Die meiste Gefahr entstand bei einigen riskanten Rückpässen, bei denen die Gäste Glück hatten, dass die Bremer etwas zu spät reagierten.

Ramazan Özcan hatte dadurch im Tor der Ingolstädter mehr zu tun als nötig. Der österreichische Keeper hatte wieder den Vorzug vor seinem Konkurrenten Örjan Nyland erhalten, zeigte eine souveräne Leistung und scheint sich im internen Zweikampf um die Nummer eins vorerst durchgesetzt zu haben.

Auch bei der besten Bremer Chance der ersten Halbzeit halfen die Ingolstädter. Der brasilianische Mittelfeldspieler Roger (27.) lenkte den von Werder-Stürmer Aron Johannsson getretenen Freistoß an die Latte - Özcan wäre ebenso ohne Chance gewesen wie beim 20-Meter-Fernschuss von Bartels (45.).

Die Gäste waren trotz der anfänglichen Abwehrpatzer rund 40 Minuten die bessere Mannschaft. Vor allem die defensive Mitarbeit der Offensivspieler überzeugte und machte den Bremern das Leben schwer.

Nach Balleroberung schalteten die Ingolstädter schnell um. Zu Torchancen kam der Aufsteiger indes kaum. Bei der hochkarätigsten Möglichkeit scheiterte Stefan Lex, der erstmals in der 1. Liga in der Startformation stand, am starken Werder-Keeper Felix Wiedwald (17.).

Die Bremer Zuschauer warteten angesichts der Offensivprobleme auf Claudio Pizarro, der sein Heimspiel-Comeback im Weserstadion zunächst auf der Bank erlebte. Der Liebling der Werder-Anhänger, der zum dritten Mal bei den Bremern unter Vertrag steht, wurde schon beim Warmmachen mit Sprechchören gefeiert. Noch lauter wurde es, als Pizarro überraschend früh schon nach der Pause eingewechselt wurde.

Der 36-Jährige ging allerdings nicht in die Spitze, sondern übernahm zunächst von Bartels die Position hinter den beiden Angreifern. Als Zehner riss der Peruaner das Spiel an sich und setzte mit einigen schönen Pässen Akzente. Werder spielte nun wesentlich druckvoller. Später wechselte Pizarro dann in den Angriff, blieb aber ohne Erfolg.  Stattdessen trafen die Gäste zum glücklichen sieg.