Lawine reißt fünf Fremdenlegionäre in Frankreich in den Tod

Eine Lawine hat fünf Fremdenlegionäre der französischen Armee während einer Übung in den Tod gerissen. Insgesamt wurden 13 Soldaten von den Schneemassen im französischen Skigebiet Savoie erfasst.

Lawine reißt fünf Fremdenlegionäre in Frankreich in den Tod
Thierry Guillot Lawine reißt fünf Fremdenlegionäre in Frankreich in den Tod

Sechs Soldaten wurden leicht verletzt, zwei Männer kamen mit Unterkühlungen in naheliegende Krankenhäuser, wie eine Sprecherin der Präfektur bestätigte. Die Männer seien im Rahmen einer Übung unterwegs gewesen.

Eine Gruppe von 52 Soldaten der Fremdenlegion war am Nachmittag in den Alpen nahe der italienischen Grenze unterwegs als die Lawine ausgelöst wurde. Die Militärs seien auf einer gesperrten Piste in Valfréjus Ski gefahren, sagte Polizeisprecher Hervé Pujol dem Sender BFMTV. Über die Ursache gibt es bisher keine näheren Informationen. In dem Skigebiet habe es früher schon Lawinen gegeben, aber nie Tote. An der Unglücksstelle werde nach möglicherweise weiteren Verschütteten gesucht.

Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls äußerten sich betroffen. Das Land trauere nach dem Tod der fünf Legionäre in den Alpen, schrieb Valls auf seinem Twitter-Account. Hollande schickte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian nach Valfréjus. Er soll am Dienstag in der Unglücksregion sein.

Bereits am vergangenen Mittwoch war eine Schülergruppe im Skigebiet nahe Les Deux Alpes von einer Lawine mitgerissen worden. Dabei waren drei Menschen ebenfalls auf einer gesperrten Piste getötet worden.