Lawinen reißen sieben Menschen in den Tod

Bei Lawinenabgängen sind in der Schweiz und in Österreich sieben Menschen ums Leben gekommen. Nahe Seewis im schweizerischen Kanton Graubünden starben am Samstag nach Angaben der Polizei vier Skiwanderer.

Lawinen reißen sieben Menschen in den Tod
Peter Klaunzer Lawinen reißen sieben Menschen in den Tod

Sie gehörten demnach einer neunköpfigen Gruppe an, die abseits der offiziellen Pisten auf einer Tour zum Vilan nahe der österreichischen Grenze unterwegs war, als sich eine Lawine löste. Sieben Menschen wurden verschüttet. Drei von ihnen wurden tot aus den Schneemassen geborgen. Vier Schwerverletzte wurden von Rettungskräften in Krankenhäuser geflogen. Dort starb eine Person an ihren Verletzungen. Zu den Identitäten der Opfer machten die Behörden keine Angaben.

Bei zwei weiteren Lawinenabgängen in der Schweiz in Mürren und in Adelboden starben zwei Männer. Sie waren ebenfalls abseits der offiziellen Pisten unterwegs. Im Westen Österreichs wurde ein Skifahrer im Gebiet von Damüls im Bundesland Vorarlberg von einer Lawine erfasst. Auch er soll abseits offizieller Pisten unterwegs gewesen sein. Seine Begleiterin wurde verletzt geborgen.

In den meisten Berggebieten in der Schweiz und in Österreich wird derzeit vor einer erhöhten Lawinengefahr gewarnt. Auf einer entsprechenden Skala gilt Stufe 3 von 5. Der Lawinenwarndienst Bayern hatte für Samstag gewarnt, dass im bayerischen Alpenraum oberhalb von 1600 Metern eine erhebliche Lawinengefahr bestehe. Unterhalb von 1600 Metern sei diese als mäßig einzustufen.

In Deutschland waren am Freitag bei zwei Lawinenabgängen am Feldberg und am nahe gelegenen Berg Herzogenhorn im Südschwarzwald ein 20 Jahre alter Mann und eine 58 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Offiziellen Angaben zufolge war es eines der schwersten Lawinenunglücke im Schwarzwald seit Jahrzehnten.