Lebensdauer von Mini-Labor «Philae» unklar

Nach einem Funkloch in der Nacht schickt das Mini-Labor «Philae» wieder Daten vom Kometen «Tschuri». Die Verbindung sei stabil, sagte ein Sprecher der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Darmstadt.

Lebensdauer von Mini-Labor «Philae» unklar
ESA/Rosetta/Philae/ROLIS/DLR Lebensdauer von Mini-Labor «Philae» unklar

Funklöcher entstehen, weil «Philae» nicht immer Kontakt zur Raumsonde «Rosetta» hat. Sie schickt Signale zur Erde.

Dem waschmaschinengroßen Labor war am Mittwoch nach zehn Jahren Reise im All eine abenteuerliche Landung mit zwei Hopsern auf dem Kometen gelungen. Das Manöver auf dem kosmischen Brocken, der eigentlich «67P/Tschurjumow-Gerassimenko» heißt, ist in der Geschichte der Raumfahrt einmalig.

Wissenschaftler erhoffen sich von der Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. «Philae» war von «Rosetta» zum Kometen gebracht worden.

Nach wie vor ist unklar, wie lang «Philae» arbeiten kann. Die Batterien des Labors seien auf etwa 60 Stunden ausgelegt, sagte der Esa-Sprecher. Da «Philae» sich in einer eher schattigen Position befinde, sei noch nicht sicher, ob die Batterie über Kollektoren wieder nachgeladen werden könne.

Im ungünstigsten Fall müsste «Philae» nach Angaben des Sprechers womöglich am Wochenende die Arbeit beenden. Allerdings könnte sich auch «Tschuri» noch so günstig zur Sonne hin drehen, dass «Philae» neue Energie bekommt.