Lehrer stirbt nach Attacke an Schule in Schweden

Bei einem Angriff an einer Schule in Westschweden hat ein Unbekannter einen Lehrer erstochen und mehrere Schüler verletzt. 

Die Polizei habe auf einen maskierten Mann geschossen, der das Gebäude in Trollhättan mit mehreren «messerähnlichen» Gegenständen betreten habe, berichtete die Zeitung «Dagens Nyheter» am Donnerstag. Zwei Schüler im Alter von 11 und 15 Jahren, ein weiterer Lehrer sowie der Täter würden in einem Krankenhaus operiert, berichtete die schwedische Gesundheitsversorgung am Mittag.

Der maskierte Mann sei in seinen Zwanzigern, sagte ein Polizeisprecher «Dagens Nyheter». Er sei kein Schüler der Schule gewesen. Zu dessen Motiv machte die Polizei zunächst keine Angaben.

An der Schule rund 80 Kilometer nördlich von Göteborg herrsche großes Durcheinander, erklärte ein Polizeisprecher. Polizisten durchsuchten das Gebäude, um sicherzustellen, dass es nicht noch mehr Verletzte gebe. Ein Krisenstab sei eingerichtet. Am Nachmittag wollte sich Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven auf den Weg nach Trollhättan machen.

Der Vorfall soll sich im Café der Schule abgespielt haben, die öffentlich zugänglich sein soll. Es soll sich um eine Problemschule handeln. Schon häufiger sei über die Sicherheit der Schüler diskutiert worden, sagte ein Oppositionspolitiker in Trollhättan schwedischen Medien. Rund 400 Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur neunten Klasse besuchen die Schule.