Lehrerin will nach Amoklauf Unfallentschädigung erstreiten

Sechs Jahre nach dem Amoklauf mit zwölf Toten an der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden will eine Lehrerin vor Gericht ein erhöhtes Unfallruhegehalt erstreiten.

Lehrerin will nach Amoklauf Unfallentschädigung erstreiten
Marijan Murat Lehrerin will nach Amoklauf Unfallentschädigung erstreiten

Die heute 35-Jährige poche zudem auf eine einmalige Unfallentschädigung von 80 000 Euro, wie das Verwaltungsgericht Stuttgart mitteilte. Die Pädagogin hatte beim Amoklauf am 11. März 2009 ihre Klasse in Sicherheit bringen können. Seit Ende 2013 ist sie aber im vorzeitigen Ruhestand.

Zwar erkannte das Regierungspräsidium den Amoklauf später als Dienstunfall mit folgender «posttraumatischer Belastungsstörung» an. Das Landesamt für Besoldung und Versorgung gewährte der Lehrerin jedoch kein erhöhtes Unfallruhegehalt. Begründung: Es handele sich um keinen «qualifizierten Dienstunfall», da die Frau keiner besonderen Lebensgefahr ausgesetzt gewesen sei. Dem hält die 35-Jährige laut Gericht entgegen, dass sie in Reichweite des Täters gewesen sei, der jeden habe töten wollen, der ihm begegnete.