Leipziger Buchmesse eröffnet - Großer Andrang

Für vier Tage ist Leipzig wieder der Treffpunkt von Autoren, Verlegern und Lesern: Auf der Leipziger Buchmesse, dem Frühjahrstreff der Branche, präsentieren sich seit Donnerstag mehr als 2200 Aussteller. Schon am Vormittag strömten Tausende Besucher in die Messehallen und sorgten für drangvolle Enge.

50 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel widmet die Leipziger Buchmesse dem Thema einen eigenen Schwerpunkt. Das Verständnis füreinander soll auch über den Literaturaustausch vertieft werden. Abteilungsleiter Andreas Görgen sagte als Vertreter von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): «Ohne Israel, ohne den großen Schritt, den Israel vor 50 Jahren auf Deutschland zu gemacht hat, wäre Deutschland nicht das, was es heute ist.» Der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman nannte es ein gutes Zeichen, dass die israelische Literatur vom deutschen Publikum so interessiert aufgenommen werde. Zu der Messe sind mehr als ein Dutzend israelische Autoren geladen, darunter Amos Oz, Meir Shalev und Chaim Noll.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wurde am Nachmittag zu einem Rundgang erwartet. Sie betonte in einer Mitteilung: «Die hier in Leipzig so breit gefächerte Bücherlandschaft ist eine Freude und ein Markenzeichen der Kulturnation Deutschland. Sie muss in allen ihren Facetten erhalten bleiben.»

Graphic Novels, Bilderbücher mit Musik-CDs und Hörbücher: Die Stiftung Lesen stellte ihren Lesekompass vor, mit dem sie 30 Kinder- und Jugendbücher empfiehlt. Außergewöhnliche und digitale Formate könnten bei Kindern die Lust am Lesen wecken, sagte Hauptgeschäftsführer Jörg Maas. Die Liste soll kein Literaturpreis sein, sondern Eltern und Lehrern Orientierung bieten. «Wenn ein Hörbuch zum Lesen verführt, hat es aus unserer Sicht seinen Zweck erfüllt», sagte Maas. Die Leipziger Buchmesse endet am Sonntag.