Leverkusen setzt Siegeszug fort - 3:2 beim FSV Mainz 05

Bayer Leverkusen setzt seinen Siegeszug in der Fußball-Bundesliga fort. Beim zuletzt viermal unbesiegten FSV Mainz 05 setzte sich die Werkself verdient mit 3:2 (1:0) durch.

Leverkusen setzt Siegeszug fort - 3:2 beim FSV Mainz 05
Fredrik Von Erichsen Leverkusen setzt Siegeszug fort - 3:2 beim FSV Mainz 05

Bayer feierte den sechsten Sieg in Serie, musste aber erstmals wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Heung-Min Son (15. Minute), Stefan Kießling (60.) mit seinem 133. Bundesligatreffer und Hakan Calhanoglu (73.) schossen den Sieg des Tabellenvierten heraus. Vor 31 578 Zuschauern waren die 05er im 300. Bundesligaspiel der Clubhistorie bemüht, die Partie offen zu gestalten. Zwei Elfmetertore durch Ja-Cheol Koo (78./90.+1) schönten das Ergebnis für die Mainzer. Mit 31 Punkten müssen die 05er weiter um den Klassenerhalt bangen.

Mit dem Schriftzug «Emir, einer von uns» erinnerten die Bayer-Fans an den Bosnier Spahic, der nach dem Pokal-Aus am Mittwoch gegen Bayern München in eine Schlägerei mit Ordnern verwickelt war. Staatsanwaltschaft und DFB-Kontrollausschuss ermitteln. Gespielt hätte Spahic aber nicht, der Innenverteidiger fehlt wegen eines Syndesmoseanrisses mehrere Wochen. Tin Jedvaj ersetzte Spahic. Zudem standen Calhanoglu und Son wieder in der Startelf. Bei den Mainzern ersetzte Costa Ricas WM-Teilnehmer Junior Diaz den verletzten Niko Bungert als Innenverteidiger.

Von großem Kräfteverschleiß war bei Bayer nach den strapaziösen 120 Minuten gegen München wenig zu spüren. Die Räume wurden geschickt genutzt, die schnellen Karim Bellarabi und Son sorgten für Unruhe in den hinteren Mainzer Reihen. Die erste Chance hatte Kießling (12.). 05-Torhüter Loris Karius wehrte den Kopfball mit letzter Kraft ab. Drei Minuten später war es passiert. Son stand völlig blank im Strafraum und drückte eine Flanke von Calhanoglu in die Maschen.

Mit der Führung im Rücken kontrollierte Bayer die Partie. Die Mainzer aber steckten nicht zurück. Sie kämpften sich in das von beiden Seiten sehr intensiv geführte Spiel. Was fehlte waren hochkarätige Torchancen, die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die Abwehr der Werkself stand sicher, Torhüter Bernd Leno musste noch nicht entscheidend eingreifen.

Son hatte nach 52 Minuten seinen 13. Saisontreffer auf dem Fuß. Freigespielt von Calhanoglu eilte der Südkoreaner aufs Mainzer Tor. Doch statt selbst zu schießen, wollte Son auf Kießling spielen. Der wurde von Stefan Bell gestoppt. Mainz versuchte alles, um auch einmal in gute Schussposition zu kommen. Aber immer wieder fehlte die Präzision beim letzten Pass. Für die Entscheidung sorgte Calhanoglu. Unhaltbar für Karius zirkelte der türkische Nationalspieler einen Freistoß in den Winkel. Gleich zweimal zeigte Schiedsrichter Guido Winkmann in der Schlussphase für Mainz auf den Elfmeterpunkt. Koo ließ sich die Chancen nicht entgehen. Doch für einen Punkt reichte es nicht mehr.