Lieferengpass bei Krebsmedikament soll bald enden

Das wichtige Krebsmedikament Melphalan, bei dem es derzeit gefährliche Lieferengpässe gibt, soll Ärzten und Patienten in Kürze wieder voll zur Verfügung stehen.

Lieferengpass bei Krebsmedikament soll bald enden
Daniel Karmann Lieferengpass bei Krebsmedikament soll bald enden

Das teilte das Bundesgesundheitsministerium in Berlin unter Berufung auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

Das BfArM habe aufgrund der jüngsten Meldungen nochmals Kontakt zum Hersteller gesucht. «Nach Angaben des Unternehmens wird das Arzneimittel in Kürze wieder voll lieferfähig sein, erste Lieferungen seien in der nächsten Woche möglich», sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Das BfArM habe darüber auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert.

Die Arzneimittelkommission hatte davor gewarnt, dass mitunter lebensrettende Eingriffe wegen der Lieferschwierigkeiten bei dem Chemotherapeutikum derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssten. Der Mangel könne zu vermeidbaren Todesfällen führen, sagte der Ravensburger Krebsspezialist Günther Wiedemann dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Melphalan wird dem Bericht zufolge zur Vorbereitung einer Stammzelltransplantation benötigt, mit der sich die Krebserkrankung oft für lange Zeit aufhalten lässt.