Zuhälterei-Prozess gegen Strauss-Kahn: Urteil erwartet

Der Prozess um wilde Sexpartys mit Prostituierten gegen den ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, steht vor der Entscheidung. Heute verkündet ein Strafgericht in Lille das Urteil über den 66-Jährigen und seine 13 Mitangeklagten.

Zuhälterei-Prozess gegen Strauss-Kahn: Urteil erwartet
Yoan Valat Zuhälterei-Prozess gegen Strauss-Kahn: Urteil erwartet

Ihnen wird organisierte Zuhälterei vorgeworfen. Strauss-Kahn darf aber auf einen Freispruch hoffen. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer argumentiert, der Ex-Minister habe weder die Prostituierten bezahlt, noch die Abende organisiert, noch von ihnen profitiert.

In dem Prozess geht es um zwölf freizügige Partys zwischen 2008 und 2011. Zuhälterei wird in Frankreich deutlich weiter ausgelegt als in Deutschland und umfasst zum Beispiel auch Prostitution, die von Dritten bezahlt oder bei Sexpartys organisiert wird. Strauss-Kahn betont, er habe nicht gewusst, dass die beteiligten Frauen Prostituierte waren.