Linke fordern Stopp militärischer Aktionen in Syrien

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die Bundestagsfraktion der Linken den Stopp aller militärischen Aktionen in Syrien gefordert.

«Eine der Ursachen für den IS war die Aggression, der Krieg der Amerikaner im Irak», sagte der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch vor Beginn einer Klausurtagung im brandenburgischen Bad Saarow. Dieser Krieg habe den Islamischen Staat befördert. «Deswegen ist klar, dass diese Kriege ein Ende haben müssen und dass jegliches Nachdenken, auf militärische Art und Weise mit Bodentruppen oder ähnlichem dort zu agieren, falsch ist.»

Stattdessen müsse nun eine diplomatische Offensive gestartet werden, die alle Beteiligten vor Ort einbeziehe, sagte der Fraktionsvorsitzende. Dazu seien die fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat gefordert. Bartsch forderte zudem den Stopp aller Waffenlieferungen in die Krisengebiete. Diese Waffen landeten auch in den Hände des IS, mahnte er.