Lisicki überrascht in Indian Wells

Am Ende flossen wieder einmal die Tränen - doch diesmal aus Freude. Nachdem die auf Rang 24 gesetzte Sabine Lisicki beim topbesetzten Tennis-Turnier in Indian Wells überraschend das Viertelfinale erreicht hatte, ließ die Berlinerin ihren Gefühlen freien Lauf.

Überglücklich warf sie nach dem 6:4, 6:4 gegen Caroline Garcia aus Frankreich eine Kusshand in die Fernsehkamera, wenig später schrieb sie bei Twitter: «So glücklich!!!! Im Viertelfinale!!!»

Bis vor wenigen Tagen hatte Lisicki in diesem Jahr nur ein einziges Match auf der WTA-Tour gewonnen. Bei gleich fünf Veranstaltungen, unter anderem den Australian Open in Melbourne, war bereits nach dem Auftaktspiel Schluss. Dementsprechend angeknackst war ihr Selbstvertrauen, als die Nummer 30 der Welt in der kalifornischen Wüste ankam.

Diese unterirdische Bilanz poliert sie beim prestigeträchtigen Hartplatz-Event kräftig auf. Der Sieg gegen Caroline Garcia, an Position 25 gesetzt, war ihr dritter Erfolg innerhalb von vier Tagen. Lisicki steht als einzige Deutsche im Viertelfinale. Dabei zählt Indian Wells nicht gerade zu ihren Lieblingsorten. Denn bislang hatte die Fed-Cup-Spielerin seit ihrem Debüt dort 2008 noch kein einziges Match gewonnen.

Gegen Garcia zeigte die 25-Jährige wie tags zuvor bei ihrem Zweitsatz-Sieg über die Italienerin Sara Errani erneut eine durchgehend konzentrierte Leistung und verwandelte nach 88 Minuten ihren ersten Matchball. Auf Lisicki wartet beim mit 5,38 Millionen Dollar dotierten Event mit der an Nummer 15 gesetzten Flavia Pennetta nun allerdings ein anderes Kaliber. Die italienische Vorjahressiegerin schaltete die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa in drei Sätzen mit 3:6, 6:3, 6:2 aus.