Länder erwarten 2015 mehr Flüchtlinge als offiziell prognostiziert

Die zahlreichen Krisenherde in der Welt zwingen massenhaft Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Mehrere Bundesländer gehen jetzt davon aus, dass dadurch die Asylbewerberzahlen in diesem Jahr deutlich höher sein werden als bisher offiziell angenommen. Sie verlangen vom Bund für ihre Planungen realistische Prognosen. Das zuständige Bundesamt geht bislang nur von rund 300 000 Asylanträgen aus. Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dagegen von bis zu 550 000. Die Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert zudem vom Bund mehr Geld.