Loch krönt sich wieder zum Gesamtsieger - Dreifach-Coup

Felix Loch bleibt der beste Rodler im Weltcup. Eine Woche nach dem knapp verpassten WM-Gold in Sigulda tröstete sich der Schlitten-Star durch einen Sieg in Altenberg mit dem erneuten Gewinn des Gesamtweltcups - seinem vierten in Serie.

Loch krönt sich wieder zum Gesamtsieger - Dreifach-Coup
Thomas Eisenhuth Loch krönt sich wieder zum Gesamtsieger - Dreifach-Coup

Der 25-Jährige verwies im drittletzten Rennen der Saison auf der schwierigen Bahn im Osterzgebirge die Teamkollegen Johannes Ludwig und Andi Langenhan auf die Plätze. In der Gesamtwertung ist Loch dank 266 Punkten Vorsprung auf Langenhan beim Sprint am Sonntag (12.45 Uhr) und dem Saisonfinale in einer Woche in Sotschi nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Das erste rein deutsche Männer-Podium in diesem Weltcup rundete einen rundum gelungenen Tag für die Schützlinge von Bundestrainer Norbert Loch ab. Ludwig feierte sein bislang bestes Ergebnis in diesem Winter, Langenhan kehrte auf Rang zwei der Gesamtwertung zurück. Am Sonntag (10.00 Uhr) will es Natalie Geisenberger ihrem Kollegen nachmachen und den Gesamtweltcup bei den Frauen bejubeln.

Der alles überstrahlende Athlet am Samstag war aber Felix Loch. Der zweimalige Einzel-Olympiasieger ist in der ewigen Bestenliste nun hinter dem Südtiroler Armin Zöggeler und Markus Prock aus Österreich mit je zehn Gesamttriumphen alleiniger Drittplatzierter. Bei der Anzahl der Einzelsiege ist neben Zöggeler (57) und Prock (33) nur noch Coach und Mentor Georg Hackl (33) besser als Loch, der nach dem sechsten Erfolg in diesem Winter bei nun insgesamt 24 Erfolgen steht.

Wesentlich spannender als die Einsitzer-Konkurrenz ist schon die ganze Saison über der Doppelsitzer-Wettkampf - und auch nach dem ersten von zwei Rennen in Altenberg ist der große Kristallpokal noch nicht vergeben. Tobias Wendl und Tobias Arlt gewannen vor ihren Teamkollegen Toni Eggert und Sascha Benecken und rückten im Klassement damit bis auf 40 Zähler an die Weltcup-Leader heran. Dritte wurden die beiden Letten Andris und Juris Sics.

Aus eigener Kraft können Wendl/Arlt den Gesamtweltcup nicht mehr gewinnen, Eggert/Benecken reichen zwei zweite Plätze zum erstmaligen Erfolg. «Mit einem zweiten Platz ist noch alles grün», hatte Benecken in Altenberg gesagt. Auch die Olympiasieger aus Bayern wissen, dass sie auf Patzer der Rivalen angewiesen sind. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», sagte Arlt in der ARD. Wendl sagte: «Wir hoffen natürlich nicht auf Fehler, aber vielleicht passiert ja noch das ein oder andere...»