Lokführer-Streiks über Ostern immer unwahrscheinlicher

Bei der Deutschen Bahn ist die Gefahr neuer Lokführer-Streiks über Ostern weiter gesunken.

Das Unternehmen und die Gewerkschaft GDL vereinbarten in Frankfurt die nächste Verhandlungsrunde am 23. März in Berlin. Darüber hinaus wurden laut Mitteilung der Bahn weitere Gesprächstermine bis Mitte April fixiert.

Die GDL will aber nach den Worten ihres Vorsitzenden Claus Weselsky nach jeder Runde entscheiden, wie es weitergeht. Eine endgültige Entwarnung für die Osterfeiertage steht damit noch aus.

Die Tarifpartner nahmen Sachthemen in Angriff. Trotz grundsätzlicher Einigung auf eine künftige Tarifstruktur sind sie von einem Abschluss jedoch noch weit entfernt. Die GDL hatte durchgesetzt, für all ihre Mitglieder verhandeln zu können - nicht nur wie bisher für Lokführer.

«Wir sind wieder einen Schritt weiter, aber es gibt unverändert zahlreiche offene Punkte zu klären», sagte Bahn-Personalchef Ulrich Weber nach dem Treffen. Insbesondere gelte es, eine sinnvolle Balance zwischen dem Flächen- und dem Bahn-Haustarifvertrag zu finden.

Die GDL verlangt für das gesamte Zugpersonal fünf Prozent mehr Geld, eine Stunde weniger Arbeitszeit und eine Begrenzung der Überstunden. Die Bahn hatte zuletzt im Oktober ein Angebot vorgelegt. Es enthielt eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt fünf Prozent bei 30 Monaten Laufzeit und die Einstellung von 200 zusätzlichen Lokführern.