Lokomotive Moskau: Kein Kommentar zu Putin-T-Shirt

Der russische Fußballverein Lokomotive Moskau hat einen Kommentar zum Putin-T-Shirt seines Spielers Dmitri Tarassow abgelehnt. Der Club werde vorerst nicht reagieren, sagte Sprecher Andrej Bodrow der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Lokomotive Moskau: Kein Kommentar zu Putin-T-Shirt
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Nationalspieler Tarassow hatte nach dem 0:2 in der Europa League beim türkischen Tabellenführer Fenerbahce Istanbul am Dienstagabend ein T-Shirt mit dem Bild von Kremlchef Wladimir Putin und dem Aufdruck «Der höflichste Präsident» gezeigt. Der Spruch bezieht sich auf die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im März 2014.

Nach den UEFA-Statuten sind politische und religiöse Botschaften bei internationalen Spielen verboten. Das Verhältnis der beiden Länder ist stark belastet, seit die Türkei im November einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen hat.

Vom russischen Fußballverband (RFS) kam Kritik an der Aktion. «Tarassow sollte Patriotismus auf dem Spielfeld zeigen, nicht auf dem Unterhemd. Ein 3:0 im Rückspiel wäre die höchste Erscheinungsform von Patriotismus», meinte das RFS-Exekutivkomitee-Mitglied Igor Lebedew.

Der 28-jährige Tarassow hatte das Shirt mit den Worten kommentiert: «Das ist mein Präsident. Ich schätze ihn und möchte zeigen, dass ich ihn unterstütze. Auf dem Shirt steht alles, was ich sagen wollte.»