Cameron kann ohne Koalitionspartner regieren

Großbritanniens Premierminister David Cameron ist als großer Sieger aus der Parlamentswahl hervorgegangen. Cameron und seine konservativen Torys werden künftig regieren können, ohne auf einen Koalitionspartner angewiesen zu sein.

Cameron kann ohne Koalitionspartner regieren
Facundo Arrizabalaga Cameron kann ohne Koalitionspartner regieren

Am Morgen lag die Konservative Partei mit 304 gewonnenen Sitzen uneinholbar vor der Labour-Partei mit 222 Sitzen. Laut Prognosen reicht es für Cameron sogar zur absoluten Mehrheit: Seiner Partei werden bis zu 329 der 650 Mandate im Unterhaus vorhergesagt.

Der Labour-Politiker Ed Miliband, dem von Meinungsforscher bis unmittelbar vor Öffnung der Wahllokale gute Chancen auf eine Ablösung Camerons in der Downing Street vorhergesagt worden waren, wurde zum großen Verlierer der Wahl. Die von ihm seit fünf Jahren geführten Sozialdemokraten kommen nur noch auf rund 230 Sitze und unterbieten damit noch ihr schlechtes Ergebnis von 2010, als sie 258 Parlamentarier stellten.

Zu den Verlierern zählen auch die bisher mitregierenden Liberaldemokraten. Ihre bisher 57 Mandate reduzieren sich auf nur noch etwa ein Dutzend. Als strahlende Siegerin steht hingegen die Vorsitzende der schottischen Unabhängigkeitspartei SNP, Nicola Sturgeon, da. Die SNP errang in Schottland 56 der 59 Sitze und stellt damit künftig die drittstärkste Fraktion in Westminster.