Djokovic zum vierten Mal im Wimbledon-Finale

Titelverteidiger Novak Djokovic steht zum vierten Mal im Wimbledon-Endspiel. Der von Boris Becker trainierte Tennisprofi aus Serbien entschied das erste Halbfinale gegen den Franzosen Richard Gasquet mit 7:6 (7:2), 6:4, 6:4 für sich.

Djokovic zum vierten Mal im Wimbledon-Finale
Gerry Penny Djokovic zum vierten Mal im Wimbledon-Finale

Im Kampf um seinen dritten Titel bei dem Grand-Slam-Turnier in London trifft der 28-Jährige entweder in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels auf den Schweizer Roger Federer oder den Schotten Andy Murray. Djokovic gewann 2011 und 2014 den Titel in Wimbledon, 2013 verlor er im Finale gegen Murray. Gegen Gasquet feierte der Weltranglisten-Erste nach 2:21 Stunden im 13. Duell den 12. Sieg.

Im ersten Satz präsentierte sich Gasquet als Gegner auf Augenhöhe. Vor allem mit seiner eleganten einhändigen Rückhand stellte der Weltranglisten-20. seinen Kontrahenten immer wieder vor Schwierigkeiten. Erst nach 52 Minuten entschied Djokovic Durchgang eins im Tiebreak für sich. Im zweiten Satz musste sich der achtmalige Grand-Slam-Turniersieger beim Stand von 5:4 kurz behandeln und an der Schulter massieren lassen, schien aber nicht beeinträchtigt.

Zum 2:1 gelang Djokovic im dritten Satz das frühe Break. Den Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand und beendete mit einem unerreichbaren Vorhandschlag bei seinem dritten Matchball die Partie. Nun könnte er mit einem Erfolg im Finale am Sonntag mit seinem Trainer gleichziehen. Becker holte vor 30 Jahren als damals 17-Jähriger seinen ersten Titel in Wimbledon und gewann auch 1986 und 1989 die prestigereiche Rasen-Veranstaltung an der Church Road.

Gasquet dagegen verpasste sein erstes Grand-Slam-Finale überhaupt. Der 29-Jährige stand 2007 schon einmal im Wimbledon-Halbfinale. 2013 schaffte er es bei den US Open unter die besten Vier. Im Viertelfinale hatte Gasquet in einem Fünf-Satz-Match noch French-Open-Sieger Stan Wawrinka aus der Schweiz bezwungen.