Großbritanniens neue Prinzessin verbringt erste Nacht im Palast

Die neugeborene Prinzessin von Cambridge hat gleich die erste Nacht ihres Lebens im Londoner Kensington-Palast verbracht. Zehn Stunden nach der umjubelten Geburt im Londoner St. Mary's Krankenhaus verließen Prinz William und seine Frau Kate mit dem Töchterchen auf dem Arm die Klinik.

Großbritanniens neue Prinzessin verbringt erste Nacht im Palast
Hannah Mckay Großbritanniens neue Prinzessin verbringt erste Nacht im Palast

Die Familie werde die nächsten Tage im Palast verbringen, ehe sie auf ihren Landsitz Anmer Hall in die Grafschaft Norfolk weiterreisen wird, hieß es am Samstag in London.

Gespannt warten die Briten weiterhin auf den Namen der jungen Prinzessin. Bei den britischen Buchmachern stehen Alice und Charlotte besonders hoch im Kurs für das Mädchen, das wie ihre Uroma, Königin Elizabeth II., im Sternzeichen des Stieres geboren worden war. Für die 89 Jahre alte Monarchin ist die kleine Prinzessin der fünfte Urenkel, für ihren ältesten Sohn Prinz Charles der zweite Enkel nach Prinz George. 

Die Geburt am Samstag war unter Aufsicht des Chef-Gynäkologen Guy Thorpe-Beeston normal verlaufen. Kates Wehen dauerten nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden. Prinz William (32) war bei der Entbindung an der Seite seiner Frau. Das Kind wog bei der Geburt 3714 Gramm. Die vor dem Krankenhaus versammelten Royalisten reagierten mit Freudengesängen auf die Nachricht und begleiteten auch den ersten öffentlichen Auftritt des royalen Nachwuchses mit lautem Jubel.

Vor dem Buckingham-Palast, Dienstsitz von Queen Elizabeth II. (89), wurde nach alter Tradition eine Staffelei mit der frohen Kunde aufgestellt. «Ihre Königliche Hoheit, die Herzogin von Cambridge, wurde um 8.34 Uhr sicher von einem Mädchen entbunden. Ihrer Königlichen Hoheit und ihrem Kind geht es gut», steht darauf zu lesen. Tausende drängten sich vor den Palasttoren, um einen Blick auf die Bekanntmachung zu erhaschen.

Premierminister David Cameron, der um seine Wiederwahl am kommenden Donnerstag kämpft, wünschte schon vor der Geburt als einer der ersten viel Glück: «Das ganze Land wünscht ihr alles Gute», schrieb der Regierungschef auf Twitter. Auch das US-Präsidentenpaar Michelle und Barack Obama schickte Grüße über den Atlantik. 

«Unglaubliche Nachricht. Ich könnte nicht glücklicher sein für William und Kate», freute sich der frühere britische Fußballstar David Beckham. «Kein schlechter Tag, um geboren zu werden», setzte er auf seiner Facebook-Seite augenzwinkernd hinzu. Er feierte am 2. Mai seinen 40. Geburtstag.

Das neugeborene Mädchen wird voraussichtlich nie Königin werden. Es wird hinter seinem Bruder George auf Platz vier der Thronfolge stehen. Onkel Prinz Harry, der in Australien von der Ankunft seiner Nichte erfuhr, rückt nach hinten auf Platz fünf.