Prognose: Cameron kann künftig alleine regieren

Premierminister David Cameron kann nach einer Prognose der BBC in Großbritannien mit seiner Konservativen Partei künftig alleine regieren. Die Torys werden demzufolge 325 der 650 Sitze im Parlament erhalten.

Vier Parlamentarier der nordirischen Sinn-Fein-Partei nehmen ihre Sitze traditionell nicht ein. Herausforderer Ed Miliband käme danach mit seiner sozialdemokratischen Labour-Partei auf 232 Sitze.

Miliband räumte seine Niederlage indirekt ein. «Wir haben nicht die Gewinne in England und Wales erreicht, die wir erhofft hatten», sagte der amtierende Labour-Chef. Britische Kommentatoren rechnen mit einem baldigen Rücktritt Milibands. Meinungsumfragen hatten bis zur Öffnung der Wahllokale einen deutlich knapperen Ausgang vorhergesagt.

Enttäuschend verlief die Wahlnacht auch für die bisher mitregierenden Liberaldemokraten. Sie verlieren einen Großteil ihrer bisher 57 Sitze und entsenden nur noch etwa zehn Parlamentarier. Die rechtspopulistische Partei UKIP kommt höchstens auf zwei Sitze.

In Schottland legte die Unabhängigkeitspartei SNP dramatisch zu. Mit ihrer Vorsitzenden Nicola Sturgeon an der Spitze errangen die Nationalisten mindestens 55 der 59 in Schottland zu vergebenden Sitze.