Spanierin Muguruza steht im Finale von Wimbledon

Die spanische Tennisspielerin Garbiñe Muguruza hat in Wimbledon ihr erstes Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht. Die 21-Jährige gewann im Halbfinale gegen die Polin Agnieszka Radwanska mit 6:2, 3:6, 6:3.

Im Kampf um den Titel trifft Muguruza am Samstag in London entweder auf die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA oder die Russin Maria Scharapowa.

«Ich bin im Finale von Wimbledon, aber jetzt will ich das Turnier auch gewinnen», sagte die aktuelle Weltranglisten-20. Durch ihren Endspiel-Einzug klettert sie im neuen Ranking erstmals in ihrer Karriere als Neunte unter die Top Ten.

Muguruza hatte in der dritten Runde Angelique Kerber aus dem Turnier geworfen und bei ihrem Sieg im ersten Durchgang neun Satzbälle der deutschen Nummer eins abgewehrt. Sie ist die erste Spanierin im Wimbledon-Finale seit Arantxa Sanchez-Vicario im Jahr 1996.

«Ich habe keine Worte, um das zu erklären», sagte Muguruza nach ihrem knapp zweistündigen Match gegen die Wimbledon-Finalistin von 2012. In 34 Minuten hatte sie den ersten Satz für sich entschieden und «richtig gut gespielt», wie sie es beim Verlassen des Centre Courts formulierte. «Dann bin ich ein bisschen nervös geworden.»

Radwanska gewann den zweiten Satz, doch im dritten Durchgang zeigte sich Muguruza wieder kampf- und vor allem nervenstark. Nach 1:56 Stunden endete das Match mit einer skurrilen Situation. Beim Stand von 30:30 stoppte Radwanska mitten im Ballwechsel auf Anraten ihrer Box, die einen Ball ihrer Gegnerin im Aus gesehen hatte.

Doch das Hawk-Eye zeigte an, dass Muguruzas Ball noch ganz knapp die Linie berührte. Die 26 Jahre alte Polin verlor die Challenge, der Punkt zum 40:30 ging an Muguruza, die anschließend auch ihren ersten Matchball verwandelte.