Los Angeles schließt nach Drohung Schulen - E-Mail aus Deutschland?

Zum Inhalt der Drohung machten die Behörden bislang keine Angaben. Sie soll jedoch als E-Mail eingegangen und die IP-Adresse in Deutschland angesiedelt sein.

PAUL BUCK Ein Polizeiauto vor der Abraham Lincoln High School in Los Angeles. An sämtlichen Schulen der Stadt sind die Kinder nach Hause geschickt worden.

Die Schulbehörden informierten noch vor Schulbeginn mehr als 640 000 Schüler vom Vorschulalter bis zur zwölften Jahrgangsstufe, dass sie nicht zum Unterricht kommen sollen. Wer bereits auf dem Weg war, wurde beim Eintreffen in der Schule wieder nach Hause geschickt. Nach Angaben der Schulbehörde wurde die E-Mail von einem Computer gesendet, dessen IP-Adresse in Frankfurt angesiedelt sein soll.

Polizei und Schulbehörde machten keine genauen Angaben zur Art der Bedrohung. Nach Medienberichten sollen Rucksäcke eine Rolle gespielt haben. Die Drohung habe sich gegen mehr als eine Schule gerichtet, sagte, Ramon Cortines, Leiter des nach New York zweitgrößten Schulbezirks in den USA. "Wir gehen kein Risiko ein", betonte er. Alle rund 900 Schulen sollten deshalb nach möglichen Sprengsätzen oder Waffen durchsucht werden. Ob der Unterricht am Mittwoch fortgesetzt werden kann, war zunächst nicht klar. Wie in Europa stehen auch für die Schüler in den USA die Weihnachtsferien kurz bevor.