Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu - «nicht nur Geplänkel»

Kurz vor Ablauf des Ultimatums der Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat die Lufthansa einen neuen Lösungsversuch gestartet. Dabei gehe es «relativ überraschend» um konkrete Inhalte, sagte Ufo-Vorstandschef Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur.

Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu - «nicht nur Geplänkel»
Fredrik von Erichsen Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu - «nicht nur Geplänkel»

«Das ist nicht nur Geplänkel.» Das Zeitfenster sei noch nicht geschlossen. Die Gespräche dauerten am Abend an. Zu den Inhalten wollte sich Baublies nicht äußern. Es sei Stillschweigen vereinbart worden.

Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte die Gespräche. «Es ist schon mal positiv, dass geredet wird», sagte sie. Zu den Aussichten wollte aber auch sie sich nicht äußern.

«Die Lufthansa hat uns eingeladen, um uns einen Vorschlag über Inhalte und den weiteren Ablauf der Verhandlungen zu unterbreiten», hatte Baublies am Mittag in Frankfurt gesagt. Die Fluggesellschaft versucht über die Sondierungsgespräche einen Weg zurück an den Verhandlungstisch zu finden.

Mitte Oktober hatte Ufo ein Angebot der Lufthansa als Provokation zurückgewiesen und das Unternehmen aufgefordert, die Vorschläge bis zum Ende der ursprünglich gesetzten Verhandlungsfrist am 1. November nachzubessern. Anderenfalls drohten Streiks.

Das gelte nach wie vor, sagte Baublies. Zwar bemühten sich beide Seiten, sich bis Sonntag zu einigen. «Gelingt das nicht, sind Streiks in der kommenden Woche das wahrscheinlichste Szenario.» Mit der Ankündigung eines Arbeitskampfes sei aber nicht vor Montag zu rechnen.